Ispahan
Es gibt einige, wenige Rosen, die einfach alles haben, was man sich nur wünschen kann.
Ispahan ist so eine.
Duft, Frosthärte und Pilzresistenz - Ispahan ist immer ganz vorn mit dabei.
Sie ist eine jener alten Sorten, deren Herkunft und Abstammung im Dunkeln liegen. Man weiß aber immerhin, dass sie gegen 1832 erstmalig erwähnt wurde.
Ob der Name der Rose nun aber wirklich auf die Herkunft aus der ehemaligen Persischen Hauptstadt hindeutet, ist wohl eher fraglich.
Sie wird in die Klasse der Damaszener-Rosen gezählt, die sich allesamt durch einen intensiven, charakteristischen Duft auszeichnen.
Läßt man Ispahan als Solitärstrauch wachsen, wird diese Rose etwa 2 m hoch und 1,50 m breit. Sie besitzt einen straff aufrechten Wuchs und lässt sich deshalb auch sehr gut als kleine Kletterrose oder Pillarrose ziehen. So angelehnt, kann sie dann durchaus auch 3 m Höhe erreichen.
Ich selbst halte meine drei Mutterpfanzen durch zweimaligen Schnitt auf komfortable 1,50 m - das ist eine prima Höhe für eine Rose.
Ispahans Blüten sind außerordentlich variabel. Aus der aufgehenden, zweifarbigen Blütenknospe, die von der schlanken, spitzen Form her zuerst an eine Tee-Hybride erinnert, entwickelt sich über verschiedene Zwischenstadien nach und nach ein gefülltes, plüschiges, überaus reich duftendes Blütenkissen.
Für eine einmal blühende Rose blüht sie sehr lang, das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich, kann aber bei ausgewachsenen Exemplaren durchaus die fünf Wochen überschreiten.
Gartenliebhaber, die dem Charme historischer Rosen bereits erlegen sind, haben Ispahan selbstverständlich längst in ihrem Garten, aber dem Einsteiger, den die Neugierde treibt, was denn wohl dran ist an diesen echten historischen Rosen, kann ich diese Rose nur empfehlen - man kann mit ihr nichts falsch machen.
Aber Achtung: Allein der Duft macht süchtig.